Junge Liberale sagen Populisten den Kampf an


Pforzheim. Gemeinsam mit der Zweitplatzierten der FDP Bundesliste Svenja Hahn, warben die Jungen Liberalen (JuLis) rund um den FDP Europakandidaten Roland Papesch für offene Grenzen innerhalb der Europäischen Union.

Die Besucher in der Pforzheimer Innenstadt staunten nicht schlecht, als sie eine Grenzbarriere und rund 20 Jungliberale mit Europaflaggen und Bannern vor sich stehen sahen. „Insbesondere in Pforzheim, wo viele Menschen rechtsnational wählen ist es wichtig, die Schlagbäume in den Köpfen der EU-Skeptiker zu zerschlagen und für einen Kontinent ohne Binnengrenzen einzustehen“, erklärte der 26-jährige Papesch die Aktion. Svenja Hahn, die Spitzenkandidatin der JuLis und aussichtsreiche Kandidatin für das Europäische Parlament betonte in ihrer Ansprache am Marktplatz, dass die Europäische Union nicht nur ein Garant für Frieden und Wohlstand sei, sondern gerade auch jungen Menschen zahlreiche Chancen eröffne. Hierbei nannte sie beispielhaft das Erasmus-Programm, welches weiter ausgebaut werden müsste.

Papesch machte darüber hinaus auf die Forderung der Liberalen aufmerksam, dass man „jedem Kind unabhängig vom Einkommen der Eltern die Möglichkeit zu einem sechsmonatigen Austausch innerhalb der EU Mitgliedsländer geben“ wolle. Dies fördere nicht nur das Verständnis für andere Kulturen, sondern könne gleichzeitig eine große Begeisterung für Europa bei der Jugend entfachen. Er erklärte weiterhin, dass es wichtig sei, die Vorteile der Europäischen Union zu benennen und Vorschläge zur Verbesserung der EU zu machen. Man dürfe die Kritik an der EU nicht den Populisten überlassen. Leon Michel, der Kreisvorsitzende der Jungen Liberalen Pforzheim/Enz, erklärte, man wolle durch solch auffällige Aktionen Aufmerksamkeit auf die Europawahl am 26. Mai lenken, um ein „böses Erwachen“ ähnlich wie beim Brexit zu verhindern.